#1

MacBeth- Gotteskrieger

in CD Reviews 20.07.2009 22:43
von bruder_met • 5 Beiträge



Band: Macbeth
Titel: Gotteskrieger
Label: Massacre Records

Da haben sich die Herrschaften von Massacre Records ein gehörig altes Eisen ins Boot gezogen. Macbeth fungieren mit ihrer Musik ja schon etwa seit 1985. Mag auf der einen Seite unspektakulär klingen, doch wenn man sich mit der Geschichte im Heavy Metal genauer befasst wird man feststellen das die Herrschaften aus Thüringen keinen einfachen Start hatten und bereits unter dem wachsamen Auge des MFS (Ministerum für Staatssicherheit) mit ihrer Musik gegen das Establishment der DDR angekämpft hatten. Nach dem Fall des eisernen Vorhanges war es etwas ruhiger geworden um die Herrschaften und nur ein Full Length Album aus dem Jahre 2006 lies dich Burschen nicht vollends vom Bildschirm verschwinden. Nun ist es soweit mit 24.07.09 steht das zweite Lebenszeichen mit dem Namen „Gotteskrieger" in den Startlöchern. Olli Hippauf (voc), Ralf Klein (guit), Alexander Kopp (guit) und Hanjo Papst (bass) und Patrick W. Engel (drums) zelebrieren auch diesmal räudigen Heavy Metal mit einer raueren Thrash Kante und dazu gibt es noch deutsche Lyrics. Findet man so bzw. in dieser Genreschublade doch eher selten.

Mit der Schnittmenge grooviger, shakiger Thrash Musik wird das Album mit „Unter Dem Beil" gestartet. Recht bretterndes Stück das uns hier geboten wird und die deutschen Lyrics passen hierzu wirklich außerordentlich gut. Kürzer rockt man im rauen Bereich, bevor man immer wieder als temporäre Weiterführung deutlich mehr an Fahrt hinzu gewinnt. „Hunde wollt ihr ewig leben" ist ja für Geschichtsinteressierte nicht unbekannt, dieser Ausspruch stammt ja von einer gewissen Person während des zweiten Weltkriegs. Wie auch immer an zweiter Stelle ackert der Trupp hier sehr räudig und rotzig. Man tingelt immer wieder vom durchwegs bretternden Gesamtsound kurzerhand in etwas heroischere Refraingefilde hin und her und zu den Texten kann man sich sehr gut an den Film von Frank Wisbar aus dem Jahr 1959 erinnern. Die Thematik Krieg, Leid, Tod und menschenverachtende Gefühle hat man hier wirklich sauber, musikalische in Szene gesetzt. Ruhig und dennoch mit einem gewissen Düsterfeeling wird nun „Das Boot" eingeläutet, welches kurzerhand mit einer ordentlichen Doomwand weiter geführt wird. Die Filmmusik zum gleichnamigen Film dürfte wohl jedem bekannt sein und diese Fragmente dienen diesem Stück öfters als Hintergrundsound. Sehr satt und rau wird aber im Vordergrund dahin gedonnert was das Zeug hält. Auch hier wird sehr viel Hass versprüht, wobei auch einige Ängste der damaligen U-Boot Besatzungsmitgliedern wieder gespiegelt werden. So tendiert man des Öfteren in einen kürzeren Black Metal Gitarrenbreak, bevor die Mannschaft aus den Tiefen der Ozeane wieder vorstößt und zu einem neuen Angriff startet. Gutes Gebräu aus Black, Thrash und teils melancholischen Soundfragmenten welche sehr druckvoll aus den Boxen dröhnen. Rech düster und beschaulich ist auch die Einleitung von „Golgatha" ausgefallen, wobei es der Titel schon erahnen lässt geht es hier sehr orientalische zu. Dies wird auch beim deutlich flotteren Nachschub klar weiter gefahren. Dadurch hat man eine sehr stampfende, hasserfüllte Nummer geschaffen die durch ihre groovenden Breaks ordentlich in die Magengegend vorstößt.....

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