#1

HARTMUT - Die Rotzband

in CD Reviews 12.07.2009 18:59
von EarAche • The Undertaker | 2.096 Beiträge

HARTMUT
Die Rotzband

"I warn eich: Sauber explizite Textln" müsste eigentlich auf dieser CD stehen...

HARTMUT trinken "Schoaramer Hell" oder "Nu an Whiskey" und selbige Getränke haben wohl definitiv an der Entstehung der Texte dieser bayrischen Rotz-Rockband (so die absolut zutreffende Eigenbetitelung) mitgewirkt.

Grundsätzlich spielen HARTMUT in der Manier eines frühen Ostbahn-Kurti vor allem Coverversionen ihrer Heroen von Judas Priest über die unvermeidlichen AC/DC bis hin zu den Beastie Boys mit (textlich) deftigem bayrischen Lokalkolorit, aber gleich an dieser Stelle die eindringliche Warnung: Sie halten sich nicht mit hintergründig feingeschliffenem Wort-Witz auf, sondern kommen sehr deutlich zur Sache, nachzuhören z.B. auf ihrer so gar nicht jugendfreien Version von "Back in Black", die da "Hart wie Hartmut" heisst (übrigens rein musikalisch geil nachgespielt und Shouter Peter quält hier original wie Brian Johnson).

Wer diese Band engagiert, der sollte einen hard-rockenden Abend für ein eher junges Publikum im Sinne haben, das die Gewöhnung an Alkohol und pubertätsrelevante Probleme noch gut im Gedächtnis hat, vor allem aber drüber lachen kann und diese Seite des Lebens nicht zu ernst nimmt. Da sei im Vorfeld das Studium ihrer Website http://hartmutrotzt.de mit Features wie der Wahl zur Torte des Monats empfohlen...

Auf der bisher einzigen bandeigenen CD finden sich zwei Eigenkompositionen gleich zu Anfang, wobei vor allem "Fasslfeier am Baggersee" zeigt, dass die Jungs auch selbst treibende Rocksongs schreiben können. Es folgen neun live aufgenommene Coverversionen, die aufgrund der Soundqualität vor allem als Erinnerung für die Besucher eines Live-Gigs gedacht sind. Es passt zum Humor der Band, dass man von "Paranoid" natürlich nicht das Black Sabbath-Original sondern die Version von Cindy & Bert gecovert hat. Wer die Band noch nicht live gesehen hat, sich aber angesprochen fühlt, der sollte auf die nächste Version der CD warten, die mit besserem Sound bereits in Arbeit ist.

Fazit: Wer humortechnisch etwas mit einer Band anfangen kann, deren Sänger sich den Künstlernamen "Kathäda-Bäda" erwählte und zu den Klängen von "Highway To Hell" dichtet "Hey Muada, schau her zua mia, i huck scho wiada beim zehnten Bia...", wer also im Endeffekt sich mal die Mühe gemacht hat, z.B. "Crapsody In Blue" von der gleichen Ursprungsband zu übersetzen und darüber schmunzeln konnte, dem kann ruhigen Gewissens empfohlen werden, sich Hartmut live anzusehen bzw. die Band zwecks Auftritt zu kontaktieren, mit einem Bier in der Hand dürfte ein schweisstreibender Abend garantiert sein. Wer mentalitätsmässig schon sehr jenseits der 30 ist und über Erektions-Lyrics eher weniger grinsen kann, der sollte es lassen, denn hier wird "gerotzt"...

Bandkontakt und Demo:
Klaus Schiller
Web: http://hartmutrotzt.de


http://www.facebook.com/DJ.EarAche
http://twitter.com/DJ_EarAche

zuletzt bearbeitet 18.07.2009 16:16 | nach oben springen

#2

RE: HARTMUT - Die Rotzband

in CD Reviews 13.07.2009 09:12
von DonJackus • Der Hochwohlgeborene Edle | 2.448 Beiträge
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