Wie wahrscheinlich fast zu erwarten war, kann ich dem oben Gesagten nicht so ganz zustimmen 
Erstens ist es für mich immer wieder eine Wohltat, wenn eine Band interessantes Drumming statt des stupiden Pataff-pataff-Geklopfes so mancher Metal-Heroen vorzuweisen hat. Und wenn man sich die Rhythmusarbeit auf diesem Album anhört, dann steigt zumindest bei mir sofort die Vorfreude aufs Konzert im Januar um mehrere Plusgrade.
Zweitens - dies unter Vorbehalt nach bisher nur einem einzigen Durchgang von Chair In The Doorway - finden sich gerade in der zweiten Hälfte des Albums mehrere Songs hintereinander, die mir durchweg gefallen haben, das Fußgelenk stellte das Wippen partout nicht mehr ein bis zu jener zugegebenermassen wirklich sinnlosen Leernummer an Position 12. Da wollte man wohl unbedingt eine gewisse Pause schaffen, bevor Track 13 dann das A-Wort so oft strapaziert, aber das kann man sich auf einer euopäischen Version getrost sparen.
Insgesamt hatte ich kein eingängiges Rockalbum von LC erwartet, sondern genau diese typische Mischung aus bisweilen für das airplay-vermüllte Ohr durchaus etwas anstrengenden Tracks, weil ähnlich den Outputs von Prog-Rock-Bands permanent interessiertes Zuhören erfordernd statt Highwayfeeling ausstrahlend.
Sprach's und wird sich nachher gleich einen zweiten Durchlauf des Albums gönnen, um die erste Hälfte nochmal gründlicher zu inspizieren, auf der auch mir zunächst noch keine sonderlichen Highlights auffallen wollten, aber man weiß ja nie... 