Formidabel: Herr Selby, sehr gut bei Stimme, ging es langsam an (was viele Banausen im hinteren Bereich zu ausgiebigen Gesprächen nutzten) und drehte erst nach einer gewissen Zeit richtig auf, um am Ende des Sets denn doch verdient zur Zugabe per Applausomat gleich auf der Bühne gehalten zu werden. Die Vdellis, sehr schiach anzusehen lt. einem weiblichen Kommentar neben mir, gaben hingegen recht schnell Vollgas, so dass einem am Ende denn doch das Ohr ein wenig pfiff, da sie im Gegensatz zu Dr. Selby doch ca. die Hälfte des Sets in fast schon hardrockenden Gefilden wandelten.
Der Besuch war gerade so zahlreich, dass der Saal als Location gerechtfertigt war, denn für die Bar waren wohl doch ein paar Leutchen zu viel da, als dass dort alle gut hätten sehen können, aber von Enge im Saale konnte keine Rede sein. Weiters fiel dem, der die Gunst des direkten Vergleiches hatte, doch auf, dass so ein Akustik-Gig in einem Jazzkeller die Virtuosität eines Herrn Selby deutlich besser rüberbringt, als der elektrifizierte Auftritt mitsamt Band.
Insgesamt ein sehr schöner Abend - auch weil es an der Bar nie Wartezeiten gab! 